Sauerstoffeintrag ins Trinkwasser VITAVORTEX
Universität München - Univ.-Prof. Niessner
Untersuchung des Sauerstoffentrags mittels VITAVORTEX-WirblerDie
Bestimmung des Sauerstoffs erfolgte nach der Methode nach Winkler. Die
Probenentnahme und der Ansatz von Lösungen wurden gemäß Vorschrift
durchgeführt.
Allgemeine Angaben:
Die Wasserleitung (Münchner Leitungswasser) wurde eine Stunde lang vor Entnahme der Proben gespült.
Luftdruck: 962 mbar
Raumtemperatur: +26 C
Wassertemperatur: +11 C
Versuchsdurchführung:
Sämtliche Proben wurden an derselben Zapfstelle entnommen. Verglichen wurde:
Leitungswasser ohne Wirbler
Leitungswasser mit Wirbler ohne DuranGlas
Leitungswasser mit Wirbler und DuranGlas
Es wurden drei Versuchsreihen durchgeführt. Die Proben einer
Versuchsreihe (a, b und c) wurden unmittelbar nacheinander entnommen.
Ferner wurde der Sauerstoffgehalt in den entnommenen Proben nach
verschiedenen Standzeiten erneut bestimmt. Dabei wurden die Wasserproben
in geschlossenen Glasflaschen bei Raumtemperatur stehen gelassen.
Ergebnisse:
Versuchsreihen - Mittelwert
|
höchster Wert
|
geringster Wert
|
Mittelwert |
| Leitungswasser ohne Wirbler |
7,16 mg/L O2
|
6,72 mg/L O2 |
6,90 mg/L O2 |
Leitungswasser mit Wirbler
|
7,36 mg/L O2 |
6,85 mg/L O2 |
7,13 mg/L O2 |
Leitungswasser mit Wirbler m. DuranGlas
|
8,32 mg/L O2 |
8,23 mg/L O2 |
8,28 mg/L O2 |
Wir konnten unter den angebenen Bedingungen einen signifikanten Eintrag von Luftsauerstoff feststellen.
Bemerkung: Eine am 19.07.2004 durchgeführte Vergleichsmessung mit einer Sauerstoffelektrode (Typ Oxi 315i der Firma WTW) ergab nahezu identische Sauerstoffkonzentrationen unter vergleichbaren Bedingungen. Dieses Ergebnis spricht für die Vergleichbarkeit der beiden Methoden. Ferner wurde festgestellt, dass der mittels Wirbler in das Wasser eingetragene Luftsauerstoff innerhalb weniger Minuten entweicht, wenn das Gefäß offen stehen gelassen wird.
Lehrstuhl für Hydrogeologie,
Hydrochemie und Umweltanalytik
Institut für Wasserchemie und
Chemische Balneologie der
Technischen Universität München
Univ.-Prof.Dr.Reinhard Nießner
Anmerkung der Redaktion:
In einer persönlichen Rücksprache mit Prof.Nießner wurde die Leitung nicht wie angegeben 1 Stunde, sondern eine ganze Nacht lang gespült. Fazit: die Versuchsreihe entspricht nicht der gestellten Aufgabe einer Messung des Sauerstoffeintrages unter Realbedingungen.